Es ist wie ein endloser, reißender Fluß. Relativ einfach, solange du tust, was dir gesagt wird, dich einfach strickt an Normen hältst, du schwimmst mit dem Strom und lebst wie ein normaler Durchschnittsmensch, aber all das nur um akzeptiert zu werden? Fühlt man sich wirklich wohl in dieser eingeengten Rolle, in diesem regelrechten Korsett aus fremden Eindrücken und Vorschriften? Jedem gerecht werden müssen, da man ansonsten dumme Blicke oder quietschiges Gelächter ertragen muss, eine Welt randvoll mit Gruppenzwang und vorgeschriebenen Trends sowie No Go's.
Ausbrechen wollen und dabei auf Massen von wahrhaftigen Klonen treffen, die alle andere Ansichten vertreten. Sich austauschen? Ok, gern. Aber wer lässt sich schon auf ein neutrales Gespräch ein.. Viel schöner für sie ist es doch, sich hinter dem Rücken anderer auslassen, sein es auch Freude, einfach hinterlistig und falsch, diese Biester.
Ich fühle mich nicht wohl in meinem Umfeld, schon lange nicht mehr, ich drehe mich aus ihrer Ansicht im Kreis, doch aus meiner Ansicht schreite ich in, wenn auch kleinen Schritten, mutig voran. Wie lange hält man das wohl durch, wenn man niemanden hat, dem man ernsthaft vertrauen kann? Während sie alle indirekt an mir nagen, sich ihre Meinungen wie Angelhaken in mein Fleisch bohren und versuchen, meine Ansichten zu verändern, schwimme ich den Pfad entlang und nehme so viel wie nur möglich von meinem wirklichen Ich mit, da genügt mir meine Fantasie, um die Steine, die sie mir in den Weg werfen, nicht weg zu rollen, sondern einfach zu umgehen.
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