Sonntag, 8. Januar 2012

latest state of mind - Sehnsucht; ich will das nicht.


Dieses Verlangen mit dir zu schreiben, diese Momente, in denen ich das Chatfenster schon offen habe, tausende Fragen, die ich dir stellen will, kein Smalltalk, es gibt auch bedeutende Angelegenheiten. Aber nein, zu groß die Furcht, dass ich dich vielleicht nerven würde. Und so kommt es, dass der Kontakt immer weniger wird, nach und nach in sich zusammen bricht - ich will das nicht, VERDAMMT!

Ich war auf nem Trip, hab geweint wegen dir, zwar mehr unbewusst, doch als mein bester Freund mir am Tag danach erzählt hat, wie am Ende ich war, kam das doch schon krass.. zu krass. Ich kenne dich ja kaum, prinzipiell bist du sogar mehr ein Fremder als ein Bekannter, trotzdem schrie ich deinen Namen in die Nacht und wiederholte immerwieder Ich will das nicht! . Ich will dich nicht verlieren, auch wenn ich dich nie hatte, du nur für diesen einen Abend richtig da warst, immer an meiner Seite. Es tat so gut, malwieder solche Nähe zu spüren, dass ich jeden Moment genossen habe und am liebsten die Zeit angehalten hätte.

Weißt du.. die Dinge, von denen du mir erzählst und die Seiten, die du mir von dir zeigst, ganz gleich ob nun Realität oder Fiktion, sie schmeicheln mir und das sogar sehr. Deine lieben, sachlichen und zugleich unterschwelligen Worte, sie faszinieren mich, machen mich hungrig auf mehr. Diese Gier nach dir macht mich langsam verrückt, mir geht es wie auf Entzug, wenn ich nicht mit dir schreiben kann beziehungsweise es nicht will, weil ich mich einfach nicht traue. Schließlich wäre es im Bezug auf die letzten Tage nicht das erste Mal, dass ich eine schroffe, karge Antwort bekomme, die das Gespräch prompt wieder beendet und mich symbolisch auf die kalten Steine zurückwirft. Da steh ich ab jetzt wohl auf der unangenehmen, gar quälenden Seite dieser Verbindung. Das zeigt mir malwieder: Entfernungen zwischen Menschen sind einfach ne bekloppte Sache.
 

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